Naturheilverfahren in Deutschland
Naturheilverfahren müssen drei Kriterien erfüllen:
·Sie müssen sich in der Natur vorkommender Mittel und Erscheinungen bedienen.
·Ihre Anwendung hat auf natürliche Weise zu geschehen.
·Sie dürfen nur geringe Nebenwirkungen, jedoch keine Folge- oder gar Spätschäden nach sich ziehen.
Die Abgrenzung des Begriffs Naturheilverfahren ist in der Literatur nicht einheitlich. Als Naturheilverfahren werden zumeist solche Methoden bezeichnet, die Reize und Mittel nutzen, welche in der Natur und von ihr unverfälscht angeboten werden. Dazu zählen Licht, Wärme, Kälte, Wasser, Luft, Erde, Nahrung, Bewegung und Ruhe. Sie regen die Selbstheilungskräfte der Patienten unter Berücksichtigung ihrer geistigen, seelischen und sozialen Situation an.
Klassische Naturheilverfahren
Hydrotherapie: Hier wirken Kälte- und Wärmereiz auf Blut- und Lymphzirkulation, zum Beispiel durch Kneippgüsse und Wickel.
Heilbäder: Moor-, Fango-, Ton- und Solebäder werden unter anderem angeboten.
Bioklimatische Terrain-Kuren: Kuren besonders im Küstengebiet. Hier fördern Wind, Sonne, Temperatur, Feuchtigkeit, Salz und Jodgehalt, geringe Staub- und Pollenfracht die Genesung des Erkrankten.
Ernährungstherapie: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit teilweiser Diätetik wirkt beispielsweise förderlich bei Diabetes mellitus, Allergien sowie Unverträglichkeiten. Als Besonderheit ist das Heilfasten zu nennen, das zur Reinigung und Entgiftung des Körpers beiträgt.
Pflanzenheilkunde: Heilpflanzen können in verschiedenster Verabreichung Krankheitssymptome lindern und zum Heilungsprozess beitragen.
Bewegungstherapie: Zum einen die passive Mobilisation von Gelenkfunktionen, zum anderen aktive körperliche Betätigung wie Gymnastik, Walking und Schwimmen.
Ordnungstherapie: Einübung einer gesundheitsorientierten Lebensweise.
Wirkmechanismen der Naturheilverfahren
Die Naturheilverfahren stärken in erster Linie die Selbstheilungskräfte des Körpers. Sie bewirken, dass die Flüssigkeits-und Sauerstoffversorgung in kranken Körperregionen erhöht wird, sie wirken auf den Lymphstrom, der den Körper von Stoffwechselabbauprodukten reinigt. Ferner beeinflussen sie die elektrische Spannung des Körpers und haben Einfluss auf den Hautstoffwechsel. Des Weiteren haben sie auf den Schleimhautstoffwechsel besonders der Lunge und des Darms einen positiven Effekt und sie sorgen darüber hinaus für eine geistige und seelische Gesundung.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 30.07.2010
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.